Es gibt zwei völlig verschiedene Fälle: Fenstertausch im bestehenden Gebäude (Sie messen das alte Fenster) und Neubau mit Rohöffnungen (Sie messen das Mauerwerk). Beides zu verwechseln ist der häufigste Fehler — deshalb beginnen wir mit dieser Unterscheidung.
1. Fenstertausch im bestehenden Haus
Sie messen von innen bei geöffnetem Flügel, sodass Sie den Blendrahmen (den festen Rahmen) des alten Fensters sehen.
- Breite: Außenkante bis Außenkante des alten Blendrahmens, an drei Stellen (oben, Mitte, unten). Notieren Sie den kleinsten Wert.
- Höhe: von der Oberkante des Blendrahmens bis zur Unterkante — ebenfalls an drei Stellen (links, Mitte, rechts). Der kleinste Wert zählt.
- Fensterbank: Prüfen Sie, ob das alte Fenster auf der Bank steht oder die Bank an den Rahmen stößt. Soll das neue Fenster ein Fensterbankprofil bekommen (Standard 30 mm), wird es zur Höhe addiert — vermerken Sie das in den Anmerkungen.
- Einbautiefe: Messen Sie, wie weit der Rahmen von der Außenkante des Mauerwerks zurückspringt. Wichtig für Rollläden und Raffstores.
2. Neubau — Rohöffnungen
Sie messen die Maueröffnung (das lichte Rohbaumaß), vor dem Verputzen oder unter Berücksichtigung der Putzstärke.
- Öffnungsbreite an drei Stellen, kleinster Wert.
- Öffnungshöhe vom Sturz bis zur Unterkante der Öffnung (ohne Fensterbank), an drei Stellen, kleinster Wert.
- Sind die Öffnungen noch unverputzt, vermerken Sie es — Putz nimmt etwa 10–15 mm je Seite.
- Diagonalen prüfen: Weichen sie mehr als 10 mm voneinander ab, ist die Öffnung schief — sagen Sie uns Bescheid, wir planen mehr Fuge ein.
3. Montagefuge — wie viel abziehen
Das Fenster darf nicht so groß sein wie die Öffnung: Es braucht Platz für Schaum, Dichtbänder und die Wärmedehnung. Richtwerte:
| Fensterbreite | Fuge je Seite (Kunststoff, weiß) | Fuge je Seite (Kunststoff farbig / Aluminium) |
|---|---|---|
| bis 1,5 m | 10 mm | 15 mm |
| 1,5–2,5 m | 15 mm | 20 mm |
| 2,5–3,5 m | 20 mm | 25 mm |
Unten kommt der Platz für Fensterbankprofil und Fensterbank hinzu (meist 30–50 mm). Beispiel: Öffnung 1500 × 1500 mm, weißes Kunststofffenster, Fensterbank 30 mm → Fenster 1480 × 1440 mm + 30 mm Profil.
4. Die fünf häufigsten Fehler
- Nur an einer Stelle messen. Öffnungen sind nie perfekt rechtwinklig. Immer drei Messungen, immer der kleinste Wert.
- Den Flügel statt des Blendrahmens messen. Der Flügel ist das bewegliche Teil und einige Zentimeter kleiner. Es zählt der feste Rahmen.
- Reihenfolge vertauschen. Immer Breite × Höhe. 1200 × 1500 und 1500 × 1200 sind zwei verschiedene Fenster.
- Fensterbank vergessen. Wenn Sie Fensterbänke mitbestellen, brauchen wir Tiefe und die Info, ob die Bank unter den Rahmen läuft.
- Rollläden verschweigen. Ein Aufsatzrollladen nimmt dem Fenster 145–205 mm Höhe. Sagen Sie es uns vor dem Aufmaß.
5. Kein Risiko: Wir messen mit Ihnen
Jedes Maß aus dem Konfigurator prüft ein Berater vor der Produktion. Und wenn Sie sofort sicher sein wollen: Vereinbaren Sie ein kostenloses Aufmaß per Videocall — Sie zeigen das Fenster mit dem Handy, wir führen Sie Schritt für Schritt. Die Maße stehen anschließend schwarz auf weiß im Angebot.
Geben Sie sie in den Konfigurator ein und sehen Sie den Preis live.